Unsere Gemeinde stellt sich vor


Nachhaltig engagiert?

 

Weilerswist liegt im äußersten Norden des Kreises Euskirchen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstand hier durch die Flüchtlinge aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien eine evangelische Gemeinde, die zunächst zu Brühl und später zur Kirchengemeinde Liblar gehörte. Im Jahr 1967 wurde die Martin-Luther- Kirche eingeweiht, deren auffälligster Schmuck ein sehenswertes Fensterband kurz unter dem Flachdach ist.

 

Selbstständige Kirchengemeinde

Mit der Fertigstellung des Gemeindehauses wurde 1982 das Gemeindezentrum komplettiert. Zum 1. Januar 1988 wurde Weilerswist selbstständige Kirchengemeinde und wechselte passend zur politischen Zugehörigkeit zum Landkreis Euskirchen vom Kirchen-kreis Köln-Süd zum Kirchenkreis Bad Godesberg (heute Bad Godesberg-Voreifel).  In der Kirchengemeinde Weilerswist bzw. vormals dem Pfarrbezirk Weilerswist taten respektive tun bisher drei Seelsorgerinnen und Seelsorger ihren segensreichen Dienst: Pfarrer Joost Schmithals (1972-1980), Pfarrer Felix Doepner (1981-2001) und seit 2002 Pfarrerin Kalteis.

 

Kirchenmusik

Neben der Verkündigung des Wortes Gottes in Gottesdienst und Andacht legt die Gemeinde großen Wert auf die Pflege der Kirchenmusik. Seit der Anschaffung einer Pfeifenorgel 1986 und der Gründung des Martin-Luther-Chores 1988 versehen nebenamtliche Kirchenmusiker mit großem Einsatz und auch Erfolg ihren Dienst.  

 

 

 

 

Innenraum mit Orgel:

 

Die Martin-Luther-Kirche

in Weilerswist.

Vielseitiges Engangement

Aber auch die Teilnahme am »Konziliaren Prozess« Engagement und der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit, die Bewahrung der Schöpfung und Asylbewerber werden als Ausdrucksmöglichkeiten der Verkündigung des Evangeliums angesehen. So wurden sehr früh Energiesparbirnen eingesetzt, für die Toiletten eine Regenwasser-nutzungsanlage installiert, auf das Pfarrhaus eine Solar- und auf das Gemeinde-hausdach eine Photovoltaikanlage gesetzt. Ebenso betrieb die Gemeinde vorbildhaft einen Umweltschutzpapierstand. als diese Produkte im normalen Handel noch nicht erhältlich waren.

 

Partnerschaft mit Namibia

Zum Engagement der Gemeinde über die Gemeindegrenzen hinaus gehört auch die seit 1988 bestehende Partnerschaft mit dem Andreas- Kukuri - Zentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche der Republik Namibia, das für die Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen in der Gemeindearbeit sorgt. In drei Fällen gab die Gemeinde Weilerswist auf Presbyteriumsbeschluss Kirchenasyl und beteiligte sich am Wanderkirchenasyl.

 

Das Gemeindeleben ist vielfältig und die Aktivitäten sind seit jeher breit gestreut. So stellt historisch bedingt die Frauenarbeit mit Frauenhilfe und weiteren Gruppen ein zentrales Element dar. Aber auch der Jugendarbeit wurde sehr bald großes Gewicht verliehen durch die Einstellung einer hauptamtlichen Mitarbeiterin in diesem Bereich.

 

Seit einigen Jahren werden von einem freiwilligen Arbeitssamstagteam im Außenbereich und an den Gebäuden kleinere Arbeiten und Reparaturen erledigt, eine kreative und nachahmenswerte Reaktion auf knapp gewordene finanzielle Mittel.

 

Und noch etwas ist für Weilerswist charakteristisch: Seit Jahrzehnten wird ein enges ökumenisches Miteinander gepflegt, das sich in unterschiedlichsten gemeinsamen Aktivitäten niederschlägt, wie zum Beispiel in Gottesdiensten zu historischen Anlässen, Bibeltagen, Sternsingen, Seniorenclub und vielem anderen mehr. 

 

 

Das Abendmahl: Ein Zyklus farbiger Fensterbilder in der Martin-Luther-Kirche zeigt Szenen aus dem Leben Jesu, dem Alten Testament und der Geschichte der Kirche.

 


 

Dieser Artikel von Harald Krehl wurde mit seiner freundlichen Genehmigung dem Jubiläumsbuch des Ev. Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel (136 ff, o.J.) entnommen.


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