Angebot zu einem Hausgottesdienst zu Ostern

- Gebete - Lesung - Meditation - 


Hausgottesdienst zu Ostern 2020

 

Wird dieser Gottesdienst in einer Familie mit Kindern gefeiert, können die Kinder während die Erwachsenen feiern, die Aufgabe bekommen, ein Osterbild zu malen.

 

Ostermotive auf diesem Bild  können z. B. sein. Ein Regenbogen oder eine Sonne über einem Grab oder einem Kreuz, eine Raupe und ein Schmetterling als Symbol für die Auferstehung, Blumen, ein Ei und zerbrochene Eierschalen, aus denen ein Küken geschlüpft ist, oder die Frauen am Grab, die mit dem Engel sprechen oder was immer den Kindern sonst noch einfällt…

 

Begrüßung mit Ostergedicht

 

Engel der Auferstehung

Tritt zu mir

Berühre mein Gesicht

Banne die Angst

Mit deinem Licht.

 

Engel der Auferstehung

Ich brauche dein Kleid

Für all das Dunkel

Und dein Schwingen

Für meine Einsamkeit

 

Engel der Auferstehung

Ich bitte dich

Den Himmel öffne

Nimm fort

Den letzten großen Stein.

 

Mit diesem Ostergedicht von Regina Giese bitten wir Dich nun in der unsichtbaren Gemeinschaft aller, die an dich glauben, unser Gott, dass Du bei uns bist an diesem Ostermorgen. Auch wenn wir heute all die Menschen nicht sehen, die in den Häusern mit uns heute an diesem Ostertag Ostern feiern, grüßen wir sie mit dem uralten Ruf „Christus ist auferstanden.“ Wir denken nun an diese Menschen, lassen sie vor unserem inneren Auge auftauchen und wenn wir sie innerlich vor uns sehen, sprechen wir ihnen zu „Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden“ .

 

-         Stille –

 

(Mit Kindern kann hier überlegt werden, an wen sie besonders denken wollen. Und bei jeder Person, die sie nennen, können alle gemeinsam dieser Person sagen: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden)

 

Wer will, kann singen: Christ ist erstanden,  Evangelisches Gesangbuch, Nr. 99 oder ein anderes Osterlied aus dem Gesangbuch

 

 

 

Gebet:

 

Gott, Lebendiger,

Ostern, Aufstand des Lebens gegen den Tod.

Noch ist unser Leben vom Tod gezeichnet.

Ostern, Aufstand der Freude gegen das Leid.

Noch ist unser Leben vom Leid gezeichnet.

Nur ahnend erfassen wir das Neue.

Doch wir trauen dir, Gott, zu, dass Du alle verwandelst

Und dein Osterlicht heute bei uns und durch uns leuchten lässt.

Dies erbitten wir von dir. Amen.

 

Lesung: Johannes 20, 1 – 18 nach der Guten Nachricht:

 

Am Tag nach dem Sabbat ging Maria aus Magdala in aller Frühe, als es noch dunkel war, zum Grab. Sie sah, dass der Stein vom Eingang entfernt war. Da lief sie zu Simon Petrus und zu dem Jünger, den Jesus liebte, und berichtete ihnen: „Man hat den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wohin er gebracht worden ist.“ Petrus und der andere Jünger machten sich auf den Weg und gingen zum Grab. Beide beeilten sich sehr, aber der andere Jünger war schneller als Petrus und war als erster beim Grab. Er beugte sich vor, sah die Leinenbinden liegen, aber er ging nicht hinein. Als Simon Petrus nachkam, ging er sofort in die Grabhöhle hinein. Er sah die Leinenbinden und das Tuch, das sie Jesus um den Kopf gebunden hatten. Dieses Tuch lag nicht bei den Binden, sondern war für sich zusammengefaltet. Nun ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst am Grab angekommen war. Er sah alles und kam zum Glauben. Denn sie hatten die heiligen Schriften immer noch nicht verstanden. Dort steht ja, dass Jesus nach dem Tod auferstehen  muss. Danach gingen die beiden nach Hause zurück.

 

Maria stand noch am Grab und weinte. Dabei beugte sie sich vor und schaute hinein. Da sah sie zwei weiß gekleidete Engel. Sie saßen an der Stelle, wo Jesus gelegen hatte, einer am Kopfende und einer am Fußende. „Warum weinst du, Frau?“ fragten die Engel. Maria antwortete: „Sie haben meinen Herrn fortgetragen, und ich weiß nicht, wohin sie ihn gebracht haben!“

Als sie sich umdrehte, sah sie Jesus dastehen. Aber sie wußte nicht, dass es Jesus war. Er fragte sie: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ Sie dachte, er sei der Gärtner, und sagte zu ihm: „Wenn du ihn fortgenommen hast, so sage mir, wohin du ihn gebracht hast. Ich möchte hingehen und ihn holen.“ „Maria!“, sagte Jesus zu ihr. Sie wandte sich um und sagte: „Rabbuni!“ Das ist hebräisch und heißt: Mein Lehrer! Jesus sagte zu ihr: „Berühre mich nicht! Ich bin noch nicht zu meinem Vater zurückgekehrt. Aber geh zu meinen Brüdern und sag ihnen von mir: „Ich gehe zu dem zurück, der mein und euer Vater ist, mein Gott und euer Gott.“ Maria aus Magdala ging zu den Jüngern und sagte: „Ich habe den Herrn gesehen!“ Und sie berichtete ihnen, was er ihr aufgetragen hatte.

 

Hier kann ein Lied eigener Wahl gesungen werden oder EG 560: O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit.

 

Meditation zum Lesungstext

 

Ostern beginnt mit einem Friedhofsbesuch.

Maria von Magdala geht zum Grab, in das man den gekreuzigten Jesus gelegt hatte.

Wenn jemand gestorben ist, dann ist das Grab für viele Menschen der Ort, um seinen Tod nach und nach zu begreifen. Der Friedhof ist ein Ort, zu dem wir mit unserer Trauer hingehen können. Er ist ein Ort, wo wir uns an diesen Menschen erinnern, ihm nahe sind, vielleicht auch mit ihm Zwiesprache halten. Viele Menschen weinen verzweifelt auf dem Friedhof. Viele drücken  mit der Grabpflege ihre bleibende Liebe zu ihrem geliebten Verstorbenen aus. Manche denken aber auch lieber an anderen Orten zu ihrem geliebten Verstorbenen.

Maria geht zum Grab des Menschen, der ihr einst das Leben wiedergeschenkt hat. Von ihr wird gesagt, dass sie von sieben Dämonen besessen gewesen sei, und Jesus sie geheilt hat. Schwerst seelisch krank war sie vor der Begegnung mit Jesus gewesen, er hat ihre kranke Seele geheilt. Sie hat ihr Leben daraufhin an ihn gebunden, ist mit ihm gegangen, mit Jesus, der sie und ihre Geschichte kennt und sie zum Guten gewendet hat. Doch nun ist der Mensch, der ihr einst das Leben wiedergeschenkt hat, nicht mehr da, Maria ist allein. Keiner sagt mehr „Maria!“, so wie er es immer gesagt hat, so dass sie sich bis ins Tiefste Innere erkannt und angenommen gefühlt hat. Die Welt ist leer und ohne Sinn ohne ihn, wer einmal um einen geliebten Menschen getrauert hat, kann nachfühlen, was Maria fühlt.

Als Maria am Grab ankommt gibt es eine erste Irritation. Der Stein vor dem Grab ist weg. Maria traut sich offensichtlich nicht allein, ins Grab hineinzugehen und zu schauen, was da los ist. Sie holt Petrus und den Lieblingsjünger, die stellen fest, dass  der Leichnam Jesu verschwunden ist, und kehren wieder heim.

Das Verschwinden des Leichnams Jesu erschüttert Maria noch mehr, sie steht vor dem Grab und weint.

Schauen wir uns diese Situation an, dann fragen wir uns: Wie kann da Ostern hineinkommen? So viel Schreckliches hat Maria erlebt: Erst den Kreuzestod Jesu, dann seine Beerdigung und jetzt auch noch der Schock, dass der Leichnam Jesu verschwunden ist, und sie ihn nicht einbalsamieren kann. Wie kann zu einen solchen Menschen, der fassungslos weint die Erkenntnis von Ostern gelangen? Sehr behutsam zeichnet das Johannesevangelium diesen Weg, auf dem Ostern, die Erfahrung von Auferweckung, nach und  nach und nach zu Maria kommt.

Das erste ist, dass Maria den Impuls bekommt hinzuschauen, sich das Schreckliche anzuschauen. Sie schaut ins Grab, schaut auf die leere Stelle, wo Jesus gelegen hat. Sie ist dabei nicht allein. Zwei Engel sind plötzlich da, einer dort, wo die Füße Jesu lagen, einer dort, wo sein Kopf gelegen hat. Die Engel sind für Maria nichts anderes als zwei Männer, die dort zufällig sind, und die Auskunft geben können, wo Jesus ist. Der Evangelist Johannes will mit der Rede von den Engeln erzählen, dass dort im Grab Gott anwesend ist, dass er sich gewissermaßen schützend um Jesus gestellt hat, zu seine  Füssen und zu seinem Haupt. Er will erzählen, Jesus war im Tod von Gott umgeben von der Sohle bis zum Haupt. Und weil Gott da war auch in seinem Tod, ist er nicht im Tod geblieben, wo Gott ist, da ist Kraft, die zu neuem Leben erweckt.

Anwesenheit Gottes mitten in ihrer Trauer werden die Engel nun auch für Maria. „Warum weinst Du?“, fragen sie anteilnehmend. Anteilnahme in Trauer tut gut, eröffnet die Möglichkeit, zu erzählen. Wenn wir fragen, wo Gott in einer schlimmen Situation der Trauer ist, dann wohl am ehesten in Menschen, die nach uns fragen, die Anteil nehmen. Solche Menschen, denen wir erzählen können von dem Verstorbenen und von uns, von dem Schlimmen, was uns widerfahren ist, können auch für uns zu Engeln Gottes werden. Und auch wir können Menschen, die in Trauer oder Angst sind, auf diese Weise Engel Gottes sein.

Gott schickt Maria diese Engel, auch wenn sie sie gar nicht als Engel Gottes erkennt, auch wenn sie für sie einfach nur Menschen sind, denen sie ihr Leid erzählt. Und in diesem Erzählen wendet sich für Maria etwas.  Sie wendet sich um, und sieht dort noch einen, einen, den sie zunächst für den Friedhofsgärtner hält. In der  Ostergeschichte, wie sie Johannes erzählt, ist, wird  die Erkenntnis der Auferstehung nicht als etwas erzählt, was auf ein Mal – plötzlich in einem Augenblick -, da  ist, sondern es ist ein längerer Prozess des Erkennens. Erst erkennt Maria ganz lange nicht, dass Jesus nicht mehr bei den Toten ist.  Erst in der Beschäftigung und Auseinandersetzung der Maria von Magdala mit dem Tod Jesu, im Gespräch mit den Engeln reift  die Erkenntnis: Er ist nicht tot, er ist auferstanden.

Der Evangelist Johannes erzählt die Erkenntnis von Ostern als einen inneren Weg. Dieser Weg beginnt mit fassungsloser Trauer. Auf diesem inneren Weg kreist Maria immer wieder um die Ereignisse um den Tod Jesu, sie spricht mit den Engeln darüber,  bis sie schließlich zu der Erkenntnis kommt: Jesus ist nicht tot. Er spricht zu uns und ist bei uns auch nach seinem Tod.

Der Evangelist Johannes  will uns hineinnehmen in diese Erkenntnis der Maria von Magdala, in diesen Weg vom Nichterkennen und Nichtverstehen hin zur Erkenntnis: In Jesus war Gott und hat zu uns gesprochen und spricht auch weiter zu uns.

Doch schauen wir, wie es weitergeht. Weil Maria denkt, er sei der Friedhofsgärtner, fragt sie auch ihn nach dem Verbleib des Leichnams Jesu. Jesus erweitert die anteilnehmende Frage der Engel: „Warum weinst Du? mit einer  weiteren Frage: „Wen suchst du?“ Das verzweifelte Fragen der Maria ist ein Suchen, ein Suchen, den Sinn dieses Ganzen zu begreifen.  So sind auch wir, wenn wir einen schweren Verlust erlebt haben oder unser Leben in anderer Weise in Frage gestellt ist, auf der Suche.  Bei dieser Suche stoßen wir uns oft an immer den gleichen Fragen wund, sind verzweifelt, was nun werden soll. So mag es vielen jetzt in der Corona-Krise gehen. Sie haben zwar keinen Menschen verloren, aber das Gefühl existentieller Sicherheit. Und sie suchen, wie sie es wieder finden können.

Maria ist fixiert darauf, den Leichnam Jesu wiederzufinden, und so fragt sie diesen Fremden ebenso wie vorher die Engel, ob er vielleicht etwas über den Verbleib des Leichnams weiss. Maria ist fixiert auf den Tod, nicht auf das Leben, ist ganz verhaftet in ihrer Trauer, so dass sie nicht sieht, dass es Jesus ist, der mit ihr spricht. Die entscheidende Wende kommt, als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht: „Maria!“ Erst da wendet sie sich um, auch innerlich um.

„Maria!“ Wenn wir liebevoll angesprochen werden mit unserem Namen, dann werden wir mitten in unserem tiefsten Wesen angesprochen. Stellen wir uns doch vor, dass Gott uns an diesem Ostern mit unserem Namen so anspricht. ……………. Oder ………. Oder  (hier die Namen der Anwesenden einsetzen)

 

Bei ihrem Namen gerufen werden, im innersten Wesen angesprochen verwandelt Maria, läßt Maria den Blick heben. Da spricht sie einer an, der sie kennt, und den auch sie nun erkennt. 

 „Maria!“, - das ist ein Name, der zunächst für diese weinende Frau steht, für Maria aus Magdala. Aber ihr Name steht auch für einen jeden weinenden Menschen, für jeden Menschen, der bedrückt oder verzweifelt ist oder nicht weiß, wie es weitergehen soll. „Maria“ – das ist in dieser Ostergeschichte der Name einer jeden und eines jeden von uns, ausgesprochen von dem, der den Tod hinter sich gelassen hat. „Maria“, - in Maria werden an Ostern auch wir so angesprochen, ruft uns der Auferstandene mit unserem Namen, in welcher Situation wir uns auch gerade befinden. Er ruft uns heraus aus der Situation, in der wir bedrückt oder traurig sind, verzweifelt oder voller Angst, wie unser Leben weitergeht. In der augenblicklichen Corona-Krise kann das bedeuten: Er ruft uns, auch in dieser Situation der Auferweckungskraft Gottes zu trauen, mit der er Jesus auferweckt hat, und mit der er auch uns aus unserem Leid und Ängsten ins Leben und zur Hoffnung und Mut und Zuversicht ruft.

 

Doch was heißt dies: Auferstehung, der Auferstandene? Jedenfalls nicht, dass Jesus einfach wieder so da ist, wie er vor seinem Tod da gewesen ist. „Rühr mich nicht an!“, sagt er zu Maria. Was Auferstehung ist, entzieht sich unserem Anfassen und Begreifen- Wollen. Jesus ist in neuer, anderer Weise da, das ist die Ostererfahrung der Maria von Magdala, er hat sich ihr  nach seinem Tod offenbart, etwas, was sie hinterher nennt: „Ich habe den Herrn gesehen“. Dieses „Ich habe den Herrn gesehen“ ist etwas, was nachher neben Maria von Magdala auch andere Jünger und Jüngerinnen, auch der Apostel Paulus von sich sagen. Was für eine Erfahrung sie da genau gemacht haben, können wir heute nicht mehr sagen, jedenfalls war das der Beginn des Osterglaubens, dass Jesus nicht im Tode geblieben, sondern auferstanden ist.

 

„Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“, sagt Jesus weiter zu Maria. Sein Sterben hat ihn nicht in die totale Gottesferne geführt, sondern er ist nun nach seinem Sterben ganz nahe bei Gott. Dort ist er nicht im Tode, sondern im Leben. Dort, wo Christus jetzt ist und dort, wo wir sind, sind nicht mehr zwei Reiche, eins diesseits und eins jenseits des Todes, sondern nur noch zwei Teile desselben Reiches des Lebens. Dies sagt Ostern auch uns zu: Wo wir auch sind, in Freude oder Leid, in Zuversicht oder Angst, im Tod oder Leben. In diesem allen ist Gott und führt uns Wege zum Leben, gibt uns teil an seiner Auferstehungskraft, die in und an Jesus gewirkt hat und die er auch uns schenken will. Ostern lädt uns ein, dieser Auferstehungskraft Gottes zu vertrauen, uns an ihr zu freuen in den guten Tagen unseres Lebens, und an sie zu glauben in den schweren Zeiten unseres Lebens.    Amen.       

    

Hier kann, wer will, das Lied singen: EG 116 oder ein anderes Lieblingsosterlied

 

Oder es kann Musik abgespielt werden, die man mag

 

Fürbittengebet

Gott, tröste alle Menschen,

die traurig sind:

Mütter und Väter, die traurig sind,

Kinder, die traurig sind,

Alte und Kranke,

Einsame und Menschen, die Angst haben.

Breite deine Hände aus und nimm auf,

die zu dir kommen,

und teile mit ihnen dein Leben.

Amen.

 

Oder:

 

Ökumenisches Gebet in Zeiten der Corona-Krise Guter und barmherziger Gott! In Zeiten von Verunsicherung und Krankheit kommen wir gemeinsam zu Dir und werfen alle unsere Sorgen auf Dich.  Du schenkst uns neue Zuversicht, wenn uns Misstrauen und Unsicherheit überwältigen. Du bleibst uns nahe, auch wenn wir Abstand voneinander halten müssen. Wir sind in deiner Hand geborgen, selbst wenn wir den Halt zu verlieren drohen.

 

Wir bitten dich: für alle Menschen, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben und erkrankt sind; für alle Angehörigen, die in tiefer Sorge sind; für alle Verstorbenen und für die, die um sie trauern; für alle, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben und um ihre Existenz fürchten. Sei ihnen allen nahe, gib ihnen neue Hoffnung und Zuversicht, den Verstorbenen aber schenke das Leben in deiner Fülle.

 

Wir bitten dich: für alle Ärztinnen und Ärzte, für alle Pflegenden in den Kliniken, Heimen und Hospizen; für alle, die Verantwortung tragen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft; für alle, die uns Tag für Tag mit dem Lebensnotwendigen versorgen; für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die den Menschen Gottes Frohe Botschaft zusagen. Sei auch ihnen nahe und schenke ihnen Kraft, Mut und Zuversicht.

 

Wir bitten dich: für die jungen Menschen unter uns, die Kinder und Jugendlichen, für alle, die um ihre Zukunft fürchten, für die Familien, die die erzwungene Nähe nicht gewohnt sind, für alle, die die Betreuung von Kindern und Jugendlichen übernommen haben. Sei ihnen allen nahe, schenke ihnen Geduld und Weitsicht, Verständnis und Hoffnung.

 

Wir bitten dich: für die Menschen weltweit, deren Gesundheit an jedem Tag gefährdet ist, für alle, die keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können, für die Menschen in den Ländern, die noch stärker von der Krankheit betroffen sind. Sei ihnen allen nahe und schenke ihnen Heilung, Trost und Zuversicht.

 

Auch bitten wir dich für uns selbst: Lass uns trotz aller Sorgen den Blick für die anderen nicht verlieren und ihnen beistehen. Mache uns bereit, Einschränkungen in Kauf zu nehmen und lass uns dazu beitragen, dass andere Menschen nicht gefährdet werden.  Erhalte in uns die Hoffnung auf dich, unseren Gott, der uns tröstet wie eine liebende Mutter und der sich aller annimmt. Dir vertrauen wir uns an.  Dich loben und preisen wir, heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

 

Wir beten mit der ganzen Christenheit auf Erden: Vater unser…..

 

Vater unser

 

Segen:

Der Friede des Auferstandenen wohne in uns.

Die Freude des Auferstandenen erfülle uns.

Die Liebe des Auferstandenen durchdringe uns.

 

Der Segen des Auferstandenen begleite uns. Amen.

 

 

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